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EDV "Fachchinesisch" Lexikon
EDV "Fachchinesisch" Lexikon P

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Paintbrush
Ein durch Windows 3 bekanntes, von der Firma ZSoft geschriebenes, pixelorientiertes Malprogramm. Wurde mit Windows 95 zu MS Paint.
 
 
 

Palette
In Grafikdateien existiert oft eine Tabelle, in der die Farbwerte der einzelnen Farbnummern kodiert sind. Meist sind hier für jede Farbnummer in drei Bytes die Rot-, Grün- und Blauanteile in Werten von 0 bis 255 festgehalten.
 
 
 

Parity
Das "Parity-Bit" ist ein zusätzliches Bit einer Informationsgruppe, das angibt, ob die Anzahl der gesetzten übrigen Bits gerade (even) oder ungerade (odd) ist. Die RAM-Speicher der ersten
PCs hatten neun Bit pro Byte: acht für die eigentliche Information und das neunte für die Parity-Kontrolle. Aus Kostengründen wird heute fast immer auf diese Kontrolle verzichtet.
Bei einer Datenübertragung kann durch die Stimmigkeit der Parity-Bits auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit der Fehlerfreiheit geschlossen werden.
 
 
 

Parser
 Programmkomponente, die Quelltexte, beispielsweise Computerprogramme, markerformatierte (HTML/XML) oder natürlichsprachige Texte, grammatikalisch und/oder syntaktisch analysiert. Jeder Compiler verfügt zum Beispiel über einen Parser, der im Quelltext nach Befehlswörtern, ihren Argumenten und dem jeweiligen Zusammenhang sucht.
 
 
 

Partition
Bereich einer Festplatte, der über ein eigenes Dateisystem verfügt und vom DOS mit einem "Laufwerksbezeichner" angesprochen wird. Einer Festplatte mit drei Partitionen sind unter MS-DOS zum Beispiel die drei Laufwerksbezeichner C:, D: und E: zugeordnet.
 
 
 

PC-100 RAM
Speicherbaustein für einen 100-MHz-Bustakt.
 
 
 

PC-133 RAM
Speicherbaustein für einen 133-MHz-Bustakt.
 
 
 

PCI
Peripheral Component Interconnect
Standard-Bus- und Steckkartensystem in heutigen PCs.
 
 
 

PDF
Das Adobe portable document format ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für layoutete Dokumente. Mit dem kostenlosen Programm Adobe Reader können PDF-Dateien sowohl auf Mac- als auch auf Windows-Rechnern betrachtet und gedruckt werden. Für Linux gibt es ebenfalls Lösungen. Zum Erzeugen von PDF-Dateien ist der Adobe PDF Writer vorgesehen, der wie ein Systemdrucker von jedem Anwendungsprogramm aus angesprochen werden kann.
 
 
 

Pearl
Echtzeitbetriebssystem für Gerätesteuerungen. Wird oft mit Perl verwechselt.
 
 
 

Pegasus
Sehr mächtiges, komfortables, dazu noch kostenloses E-Mail-Programm von Dave Harris.
 
 
 

Performance
Dargebotene Leistung. Je leistungsfähiger ein System ist, desto höher kann seine Performance ausfallen.
 
 
 

Perl
Practical Extraction and Report Language
Sehr mächtige Skriptsprache, die häufig zur Programmierung von CGI-Anwendungen eingesetzt wird.
 
 
 

PIO
Parallel Input and Output
Parallele Ein- und Ausgabe.
In informationstechnischen Geräten sind PIO-Bausteine verantwortlich für die parallele Übertragung von Daten, zum Beispie am klassischen PC-Druckerport.
Programmed Input and Output
Programmierte Ein- und Ausgabe.
Ein Protokoll zum Lesen und Schreiben von Daten von und auf Festplatten und andere IDE- oder EIDE-Laufwerke über die CPU. Die einzelnen Entwicklungsstufen werden PIO-Mode genannt.
 
 
 

Pixel
Ein Bildpunkt einer Rastergrafik wird im Amerikanischen "Picture Element" oder "Picture Cell" genannt. Bei Bildaufnehmern von Video- und Digitalkameras wird unseriöserweise gerne eine Pixelzahl angegeben, die viermal so groß ist wie die Zahl der tatsächlich erzeugten Bildpunkte, weil diese mit je vier lichtempfindlichen Zellen aufgenommen werden (zwei für grünes, eine für rotes und eine für blaues Licht). Damit der Trick nicht auffällt, werden gelegentlich 75% der Bildpunkte einfach interpoliert.
 
 
 

Pixie Dust
Eine dicke Rutheniumschicht zwischen zwei magnetischen Schichten einer Festplattenoberfläche erzeugt die sogenannte antiferromagnetische Kopplung. Durch diese Technik ist eine große Kapazitätssteigerung bei Festplatten möglich. Das Verfahren wurde zuerst 2001 von IBM eingesetzt.
 
 
 

Plotter
Grafisches Ausgabegerät, bei dem früher Stifte mechanisch über ein Blatt Papier oder Folie bewegt wurden (Stiftplotter). Heute sind Plotter gebräuchlich, die eine Vektorgrafik zuerst in einem eigenen, etliche MByte großen Bildspeicher aufbauen, worauf dann die Ausgabe wie bei einem Drucker zeilenweise erfolgt. Die meisten heutigen Plotter sind eigentlich nichts anderes als sehr breite Tintenstrahldrucker.
 
 
 

PLT2DXF
Shareware-Programm zur Konvertierung einer Plotdatei in eine DXF-Datei. AutoCAD-Anwender können so Daten aus fast jedem Grafikprogramm importieren, einschließlich eigener Plots, die z. B. mit verdeckten Linien geschrieben wurden und nun als Block in jeder AutoCAD-Zeichnung weiterverwendet werden können.
 
 
 

Plug and Play
Selbstkonfigurierende Hardwarekomponenten. Im PC-Bereich wurden bereits bei den ISA-Karten Anfänge dieser Technik erkennbar. Plug-and-Play-Komponenten mussten beim Einbau keine Interrupts oder I/O-Adressen mehr von Hand zugewiesen werden.
 
 
 

Plugin
"Einstöpsel" Programm, das über eine definierte Datenschnittstelle in ein anderes Programm eingebunden wird. In Browsern werden Plugins zur Darstellung von mehr oder weniger exotischen Grafik- und Multimediaformaten verwendet. In Bildbearbeitungsprogrammen erweitern sie die Funktionalität meistens um bestimmte Filtereffekte.
 
 
 

PMPO
Peak Music Power Output
Spitzenmusikleistungsausgabe
Eigentlich Impulsbelastbarkeit. Die alleinige Angabe einer PMPO-Zahl auf Verkaufsverpackungen ist ein unverfrorener Werbetrick zum Verkauf von 3-Watt-Lautsprecherleinchen im Viertellitergehäuse aus Thermoplast als 240-Watt-Geräte.
Die sogenannte PMPO-Leistung ist meistens ein nicht nachmessbarer Phantasiewert, denn es gibt keine normverbindliche Festlegung über ihre Ermittlung! Man kann sie sich beispielsweise als das Produkt aus der Spannung und Stromaufnahme vorstellen, mit der die Drähte im Lautsprecher eine Tausendstelsekunde lang belastet werden dürfen, ohne zu schmelzen. Die tatsächliche Sinus- oder Musikleistung nach DIN 45500 liegt erfahrungsgemäß bei etwa einem hundertstel dieses Wertes.
 
 
 

PNG
Portable network graphics
Grafikdateiformat, das für Fotos gleichermaßen geeignet ist wie für Grafiken mit einfarbigen Flächen und abrupten Farbwechseln. Bisher sind dafür zwei verschiedene Formate notwendig: JPEG für Fotos und ähnliche Bilder mit weichen Farbübergängen und GIF für andere Grafiken. Größter Vorteil von PNG bei Fotos ist die gegenüber JPEG verlustfreie Kompression ohne Schatten- und Klötzcheneffekte (sog. "JPEG-Artefakte"). Gegenüber GIF liegt der Vorteil darin, dass PNG-Grafiken ohne Zahlung von Lizenzgebühren erstellt werden dürfen.
Die Grafiken unten sind 2924 (GIF), 1711 (JPG) und 5371 (PNG) Byte groß und werden auf 200% vergrößert dargestellt. GIF kann den Farbverlauf nicht richtig darstellen und JPEG verfälscht die Darstellung durch Artefakte.
Nachteil von PNG ist der gegenüber JPG höhere Speicherplatzbedarf und die mangelhafte Unterstützung durch ältere Netscape-Browser. Netscape-Anwender sind jedoch Entbehrungen gewöhnt - so unterstützt erst die neueste Browser-Version 6.0 HTML 4 und CSS richtig und stellt nicht mehr jeden Gedankenstrich "" als "—" dar.
 
 
 

POP
Post Office Protocol (auch POP3)
Softwareprotokoll zum Abholen von E-Mails von einem Mailserver.
 
 
 

Postscript
Seitenbeschreibungssprache für Drucker, die so komplex ist, daß Postscript-Drucker eine hochentwickelte CPU benötigen, um überhaupt in vertretbarer Zeit zu begreifen, was Sie von ihnen verlangen.
 
 
 

PrintGL
Ein Shareware-Programm von Ravitz Software zur Ausgabe von HPGL-Dateien auf beliebigen Ausgabegeräten. Ermöglicht auch die Umsetzung von exotischen Plotdateien in ein Format, welches von ZEIGWPG oder PLT2DXF weiterverarbeitet werden kann.
 
 
 

Protokoll
Verfahren zur kontrollierten Übermittlung von Daten.
 
 
 

Provider
Versorger, Anbieter
Beispiele:
Internet Access Provider (IAP) stellen Zugänge zum Internet für private und kommerzielle Benutzer bereit.
Internet Service Provider (ISP) ermöglichen Firmen, Organisationen oder Personen die Präsenz im Internet.
Content Provider sind die Firmen und Menschen, die für die Inhalte einer Webseite sorgen (oft spezielle Agenturen)
 
 
 

Proxy
Proxies sind Rechner, die zwischen lokale Netzwerke und WANs geschaltet werden, und anstelle der einzelnen Rechner Datenpakete ans WAN senden und von dort entgegennehmen. Proxies können die Geschwindigkeit der Verbindung steigern, indem sie als Cache eingesetzt werden und vom LAN oft nachgefragte Pakete nicht jedesmal neu anfordern. Sie können auch zur Erhöhung der Sicherheit verwendet werden, indem sie als "Firewall" bestimmte Netzwerkanfragen nicht weiterleiten.
Man kann sie auch verwenden, um die Nutzer zu verärgern, indem man die Einschränkungen über ein sinnvolles Maß hinaus betreibt, so dass die eigenen User zum Beispiel keinen FTP-Upload auf andere Sites mehr machen können.
 
 
 

PS
Siehe Postscript.
 
 
 

 
Public Domain
Software, die von ihren Urhebern zur kostenlosen Nutzung und öffentlichen Verbreitung freigegeben wurde. Dies geschieht zum Teil aus Uneigennützigkeit und zum Teil, weil sich die Autoren zur Freigabe der Rechte verpflichtet haben: In Amerika müssen bestimmte im öffentlichen Auftrag entstandene Programme grundsätzlich als public domain ausgewiesen werden. Oft werden Shareware-Programme in Unkenntnis der Nomenklatur fälschlicherweise als "public domain" ausgegeben, obwohl die Nutzung kostenpflichtig ist.

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